Hier finden Sie Hinweise auf aktuelle Filme / Dokumentationen zur Methangasproblematik 

          - Prädikat empfehlenswert -     

 

13.10.2014, 22:45 Uhr ARD

"Strory im Ersten: Der Mais Wahn" -  

Wie eine Pflanze Profit und Hunger schafft         

 

Jemima weiß nicht, wie sie ihre sieben Kinder satt kriegen soll. Der Mais, das Hauptnahrungsmittel im Süden Kenias, ist viel zu teuer geworden, weshalb sie ihn sich nur noch ganz selten leisten kann. Wie ist das möglich, wo sich die Turbopflanze Mais rasant auf dem Globus ausbreitet? Mais bedeckt inzwischen mehr Anbaufläche als jedes andere Agrarprodukt. Es ist die "Industriepflanze" des  

21. Jahrhunderts, bestens erforscht, von Konzernen vermarktet, perfekt zu verwerten.  (Verweis auf Artikel Progoellheims, Titel:  

Wer Energiepfanzen sät, erntet Hunger! 

 

'Bio'gas, Strom, Ethanol

 

Die Nachfrage ist riesig: Bei uns wird der Mais zu 'Bio'gas und Strom, die USA verspritten ihnzu Ethanol. Und weltweit füttert Mais Milliarden von Hühnern und Schweinen!  

Der Maispreis ist explodiert.

 

Die Nachfrage nach Mais richtet sich nach den Kosten fürs Öl, nach dem Fleischhunger auf dem Globus und den Interessen der Agrarkonzerne. Der Markt, der eigentlich die Menschen auf der Welt versorgen sollte, spielt verrückt. Er macht die einen reich und lässt die anderen hungern!

 

Der Preis für Mais ist inden letzten Jahren explodiert.

 

"Die Story im Ersten" erzählt die Geschichte von Opfern und den Machern des Mais-Wahns –ein Lehrstück, wie globale Weltwirtschaft funktioniert.

 

Ein Film von Tilman Achtnich

 

                      

       

Quelle: http://programm.ard.de/?sendung=2810613011111078#

Saubere Energie  

Das falsche Versprechen, ARTE        

 - jetzt online -  

 

Exposé zum Film:

       

DAS FALSCHE VERSPRECHEN  

In Europa plant die Politik die große Energiewende:  

Bis zum Jahr 2050 sollen die Stromanbieter ihren Strom ohne den Ausstoß von CO2 produzieren. Doch sind die Maßnahmen, mit denen dieses hehre Ziel erreicht werden soll, überhaupt wirksam? Die Dokumentation analysiert unterschiedliche Fördermaßnahmen für angeblich saubere Energien.

Energie vom Feld - Vom Mais zum "Bio"-Strom

Ein Film von Lorenz Knauer, 10.03.2013

 

Mais ist einer der beliebtesten "Bio"-Energieträger. Mit der Zunahme der Biogasanlagen haben sich auch die Maisflächen in den letzten Jahren vervielfacht. Diese und andere Konsequenzen zeigt der Film von Lorenz Knauer.

 

► Hier gehts zum Film  

 

Exposé zum Film:


Nicht erst seit Fukushima und der "Energiewende"  ist der Zusammenhang zwischen Mais und Biogas zum Thema geworden.

Zweimal täglich muss die "Bio"gasanlage von Uli Bader

"gefüttert" werden. 15.000 Tonnen lagern hier, ein Vorrat für etwa achtzehn Monate.

In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele "Bio"gasanlagen wie in Deutschland – an die 7500 sind es.  

Auf dem Fundament staatlicher Subventionen, für 20 Jahre garantiert, ist "Biogas" zum Milliardengeschäft geworden.  

Wegen der rasant gestiegenen Nachfrage hat sich der Weltmarkt-Preis von Mais in den letzten Jahren verdreifacht. 

(...) Und im Zuge der Energiewende soll diese Fläche in den kommenden Jahren auf eine Million Hektar verdoppelt werden, mit nicht absehbaren Folgen für die Umwelt.

Lorenz Knauer hat sich auf eine spannende Reise kreuz und

quer durch Bayern begeben und "Gewinner" wie auch "Verlierer" des Mais-Booms besucht...  

 

Quelle: http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/sendung-150620.html

 

► Hier geht es zum Film 

Climate Crimes

 

Der Film Climate Crimes von Ulrich Eichelmann soll aufrütteln, aufregen und uns dazu anregen, genauer hinzuschauen. Klimaschutz unbedingt, aber nur solcher, der tatsächlich dem Klima hilft und nicht die Zerstörung der Natur beschleunigt.  

Klimaschutz durch Naturzerstörung ist kein Klimaschutz, sondern ein Umweltverbrechen!

Hier gehts zum Trailer (Vorschau) Climate Crimes  

und zur DVD- Bestellung!

 

AKTUELL CLIMATE CRIMES JETZT ONLINE 

 

Hier gehts zur  Filmrezension Ulli Kulkes auf  Donner + Doria:  

“Climate Crimes”: Naturschützer klagt Klimaschutz an" 

 

 

Exposé zum Film:

 

Ausschnitt aus dem Exposé der Filmdokumentation  

Climate Crimes – Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes

Unter anderem befasst sich der Film auch mit dem “Bio“gasboom in Deutschland - folgendes schreibt der Verfasser  

Ulrich Eichelmann über seinen Film (Ausschnitt):  

 

Biogas

Deutschland

 

Deutschland gilt international als Vorreiter in Sachen grüner Energien. 20 Prozent der Stromproduktion wird inzwischen aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen. Vor allem beim Ausbau der Wind- und Solarenergie ist Deutschland international führend.

 

Doch im Schatten dieser weithin sichtbaren Anlagen hat sich - für die meisten unbemerkt – die eigentliche deutsche Erfolgs-geschichte entwickelt: Biogas. Und der Rohstoff dafür wächst auf dem Acker: Mais.

 

In Deutschland wird deshalb immer mehr Mais angebaut, zuletzt wuchs die Maisfläche in Deutschland jährlich um 200.000 Hektar. Ende 2011 gab es in Deutschland 7.000 Biogasanlagen.  

Täglich kommen drei weitere dazu.  

Maisfelder sind ökologische Wüsten: extrem artenarm und lebensfeindlich.  

Sogar ehemalige Allerweltsarten wie Kiebitz, Lerche, Rebhuhn, Goldammer oder Feldhase nehmen dramatisch ab.  

Sie finden in den Maisfeldern keine Nahrung mehr.

 

Für ‘Climate Crimes’ haben wir ein besonderes Schutzgebiet im Bundesland Brandenburg besucht:

das Biosphärenreservat Chorin-Schorfeide, etwa 45 Autominuten nördlich von Berlin. Hier leben noch Störche und Kraniche, Braunkehlchen singen und Feldhasenhoppeln durch die Felder. Noch, denn selbst mitten im Schutzgebiet stellen die Bauern auf Energiemais um. Dies trifft auch den seltensten Adler Deutschlands,den Schreiadler. Er sucht auf Wiesen und Brachen zu Fuß nach Nahrung. Doch diese Flächen werden immer weniger, denn sie wachsen mit Mais zu, und Mais fressen seine Jungen nicht. Wer profitiert eigentlich von den Biogasanlagen?

 

Die Landwirtschaft?

 

Im nördlichsten deutschen Bundesland, Schleswig-Holstein, besuchen wir die Bäuerin Renate Rahn. Ihr Milchbetrieb leidet unter den Folgen des Biogasbooms, weil sie bei den Pachtpreisen nicht mehr mit den Biogasbauern mithalten kann. Sie muss Futter für ihre Kühe zukaufen, darunter auch Soja. „Weil hier die Biogasbauern alles pachten, müssen wir Soja kaufen, was wiederum den Regenwald zerstört,“ so Renate Rahn.

 

Die größte Biogasanlage Deutschlands, die Anlage Klarsee in Mecklenburg-Vorpommern, hat eine Leistung von 20 Megawatt.  

(vgl. Multimediabeiträge - hier wird diese Anlage in Mecklenburg-Vorpommern dargestellt: ARD Beitrag aus der Sendereihe Plusminus "Wie unsinnige Subventionen den Strompreis erhöhen“)    

    

Sie produziert Strom für 50.000 Haushalte. Das ist enorm. Noch größer ist aber der Hunger der Anlage:  

1.000 Tonnen Maisbraucht die Anlage, jeden Tag. Jährlich müssen dafür 10.000 bis 12.000 Hektar Mais angebaut werden.

 

Biogasanlagen sind Landfresser und Biogas ist ineffizient:  

Um dieselbe Energiemenge wie die Biogasanlage Klarsee per Windenergie zu produzieren, bräuchte man lediglich 400 Hektar, also 5% der Fläche. Tatsächlich ist die Energieausbeute bei Biogas aber nochdeutlich geringer.  

Zieht man die Energie ab, die für die Produktion von Dünge- und Spritzmittel sowie für den Anbau und die Ernte aufgebracht werden muss, so wird bei der Biogasproduktion unterm Strich kaum Energie gewonnen. Rechnet man in die Klimabilanz dann auch noch die Emissionen ein, die beim Umbruch von Grünland oder Brachen entstehen, wird die Bilanz sogar negativ, d.h. klimaschädlich.

 

Fazit: Biogas auf Maisbasis ist kein Klimaschutz, sondern zerstört die Natur und ist zudem eine Konkurrenz für Bauern und Bäuerinnen.

 

[Biogas

• 2011 gab es in Deutschland 7.000 Biogasanlagen.

• Pro Jahr kamen zuletzt 1.000 neue Anlagen dazu.

• Im Jahr 2011 konnte die Bundesrepublik Deutschland

ersmals seit langer Zeit seinen Getreidebedarf nicht

decken. Zu viele BäuerInnen hatten auf Energiemais

umgestellt.

• Die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft nahm in den

letzten Jahren drastisch ab. Ehemals weit verbreiteteVogelarten

wie Kiebitz, Kuckuck, Wachtel, Rauchschwalbe,

Lerche u.a. sind vielerorts bereitsverschwunden.]

 

 

Quelle: Ulrich Eichelmann, Exposé zu seinem Film, November 2012

Weitere Information zu den Themen des Film: www.riverwatch.eu

Ein Filmtipp zu Palmöl, Biodiesel und Orang-Utans:www.greenthefilm.com