Sehr geehrte Ministerpräsidentin, sehr geehrte Frau Dreyer,

 

Sie wurden in der jüngsten Vergangenheit via e-mail durch unseren Newsletter www.progoellheim.eu, als auch durch persönliche Anschreiben namhafter Kommunalpolitiker unserer Region, als auch von Umweltverbänden - des Donnersbergkreises - über das Bauprojekt ’Bio’gasanlage Göllheim in Kenntnis gesetzt.

 

In den vergangenen zwei Jahren, in welchen sich die Bevölkerung der Region, gegen den Bau dieser Agrargasanlage wehrte, verdichteten und bewahrheiteten sich die prognostizierten Negativauswirkungen ausgehend von NawaRo-Methangasanlagen.  

 

Auch im Fall Göllheim würde eine solche Anlage lediglich ein weiterer Frevel an unserer Flora und Fauna bedeuten, die sozial-gesellschaftlichen Ungleichgewichte würden weiter geschürt und der Preisdruck auf Lebensmittel würde weiter erhöht. Unter Energieeffizienzgesichtpunkten würde diese Anlage nachweislich keinen entscheidenden Beitrag leisten.

 

Diese Negativauswirkungen belegen eindeutig Studien des Heinrich von Thünen Institutes oder die Stellungnahme des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, diese, wie auch weitere namhafte Institute raten von einem weiteren Ausbau der Biogastechnologie auf Basis von primärer Biomasse (nachwachsenden Rohstoffen, vor allem Lebensmitel- und Futterpflanzen, "Energiemais") ab.  

 

Ein Großteil der Menschen der Region spricht sich gegen diese Anlage aus, dies belegen deutlich über 1800 Einsprüchen, welche in der 1. Einspruchsphase, gegen dieses Bauvorhaben vorgebracht wurden.

 

Leider reagierten unsere Kommunalpolitiker nicht auf die ’Stimme des Volkes’.

Auch ein Antrag auf eine amtliche Bürgerbefragung wurde ohne zutreffende Begründung abgelehnt.  

Mit fadenscheinigen Begründungen und Gefälligkeitsgutachten, sowie der Unterstützung der regionalen Presse, welche mehr als tendenziös zum Themengegenstand berichtet, wird bzw. wurde versucht Fakten zu verdrehen und den Bürger zu desinformieren

 

Die von Bürgern eingereichten Widersprüche gegen diese Anlage 1. Einspruchsphase: 1800 Einsprüche (plus 200 Einsprüche gegen den Entwurf des Flächennutzungsplans)

2. Einspruchsphase: 1638 Widersprüche.

Allein diese Anzahl an Widersprüchen verdeutlicht dieTragweite und das große Interesse am Verhindern dieses Bauprojektes.

 

Zum Vergleich: Gegen im Landesentwicklungsplan vorgesehene Windräder im Pfälzerwald gab es landesweit ca. 1000 Einsprüche, und sie als Landesregierung haben es für notwendig erachtet, darauf zu reagieren. Gegen die ’Bio’gasanlage in Göllheim liegen rund 1800 Widersprüche vor!...

 

Bis jetzt erachtete es die Landesregierung nicht als notwendig hierauf zu reagieren. Ebenso sahen es Vertreter Ihrer Regierung nicht als notwendig an (z.B. Bürgerbeauftragter, Datenschutz-beauftragter) ernsthaft Einfluss zu nehmen.

 

Anbei erhalten Sie ein Gutachten zur Göllheimer Agromethangasanlage, des namhaften und sehr erfahrenen Agrar- und Umweltwissenschaftlers, Herrn Dr. Murphy-Bokern, welcher bereits für die britische als auch deutsche Regierung arbeitete.

 

Herr Dr. Murphy-Bokern fällt in seinen Ausführungen ein eindeutiges und logisch nachvollziehbares Urteil zur Agrargasanlage Göllheim, ebenso wie der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik der Bundesregierung, oder Herr Töpfer, oder Herr Flassbarth vom Umweltbundesamt.

 

Wir appellieren deshalb an Sie, als Mensch, Ministerpräsidentin, und wahrhafte Sozialdemokratin, ihren Einfluss geltend zu machen, dieses reine Renditeprojekt, welches lediglich den finanziellen Interressen nur einiger Weniger dient - zu Lasten aller anderen, zugunsten des Gemeinwohles, noch abzuwenden.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Koch / Waltgenbach, Progoellheim