Kommentar Progoellheim: Ergebnispublikation der Meinungsumfrage, der Lokalredaktion der Donnersberger

Rundschau vom 18.06.2011

 

Die Art und Weise, schon der Präsentation der'Ergebnisse' und der dahinterliegenden Absicht dieser „subtilen Lenkung“ stelltfür uns keinerlei Überraschungen dar, unschwer kann dieser Sachverhalt schonder einleitenden Überschrift entnommen werden, wo in bezeichnender Weise dieStimmen, „Dafür" und „ Ist mir Egal“ , addiert wurden.

 

Viel wichtiger ist jedoch der Blick auf dieZahlen, hier stehen 31,3 % Ablehner gegen 45,7% Befürworter, einbemerkenswertes Ergebnis, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Biedesheimer, Lautersheimer und Rüssinger Bürger (warum wohl?), überhaupt nicht befragt wurden und große Teile der Befragten sich nicht über das Medium Internet informieren.

 

Die Fragen, welche durch das Institut fürMeinungsforschung gestellt wurden, waren stellenweise suggestiv bzw.versuchtendie Diskussion von der sachlichen, zum wiederholten Male, auf die persönliche Ebene zu lenken.

Der wiederholte Versuch den Bürgermeister alsführungsschwach zu qualifizieren, bzw. den ersten Beigeordneten Johannes Finkals Querrulanten zu brandmarken, dient der Sache nicht, hat allenfalls Groschenroman-Niveau und ist zudem ehrenrührig und verletzend.

 

Die Fragestellung wurde auf Nachfrage unsererseits beim Forschungsinstitut zwar nicht gut geheißen, man müsse jedochdem Auftraggeber Folge leisten, so die Auskunft.

Zur Seriosität der Interviewer ist zu sagen,dass oft nicht alle Auswahlmöglichkeiten aufgezeigt wurden oder auchMehrfachnennungen nicht explizit erwähnt wurden.

 

Ebenfalls wurden den Angerufenen beiRückfragen, Sätze wie: „Endlich einmal auf den Tisch hauen“, in den Mundgelegt.

Bei einem Interview versuchte man gar am Endedes Gespräches die Anruferin von der „Fehlerhaftigkeit der Flugblätter“ zuüberzeugen.

Von einer repräsentativen und seriösenUmfrage ist, nach unserem Dafürhalten, einiges mehr zu erwarten.

 

Die Rheinpfalz hat sich mit dem indirekten Befürworten der Göllheimer Methangasanlage keinen Gefallen getan und sicherlichhätten sich Teile des Göllheimer Gemeinderates ein eindeutigeres Ergebnisbzw.einen seriöseren Inhalt / Darstellungen gewünscht, als z.B. die Unentschlossenen einfach komplett den Befürwortern zuzurechnen.

 

Alle Beobachter dürfen weiter gespannt sein,wenn der Gemeinderat über den Bebauungsplan der Anlage abstimmt – der Terminwurde noch nicht genannt.

 

Die Möglichkeit einer eigenen Umfrage zum Thema, wird übrigens geprüft...

 


 Koch / Waltgenbach, Progoellheim