Hallo zusammen,

 

die Initiative Ihrer Bürger- / Waldbegehung am 21.06. begrüsse

ich sehr und hoffe, dass möglichst viele Menschen auf das ungeheuerliche Ausmaß der Naturvernichtung im Göllheimer Wald aufmerksam werden.  

Vielleicht geht einigen ein Licht auf, welche nachhaltigen Sünden unter dem Deckmantel von erneuerbarer Energie begangen werden, die sich beim Gott sei Dank toten Biogasprojekt * in gleichem Maße fortgesetzt hätten.  

Leider bin ich an dem Termin nicht da , aber ich habe mir schon selbst ein Bild vor Ort gemacht.  

Viele Leute aus meinem Bekanntenkreis, die ich aufgefordert habe, sich das anzusehen, waren genauso entsetzt wie ich. Meine unten angefügte Aufforderung an die Rheinpfalz Lokalredaktion Kirchheimbolanden (vgl. Schrieb unten), über diese Naturvernichtung vor unserer Haustür zuberichten, war bisher leider ergebnislos.  

Anscheinend ist es für die Presse interessanter davon zu berichten, wenn in Gaugrehweiler ein Huhn geboren wird oder in Höringen ein Pflasterstein schief liegt als solche gravierenden Ereignisse aufzugreifen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

D i e t e r  B e r tr a m

 

Sehr geehrte Rheinpfalz-Redaktion,

 

in den letzten Tagen und Wochen diskutieren viele Menschen zwischen Göllheim und Winnweiler über die Sinnhaftigkeit einiger kommunaler Energieprojekte. Der brutale, ungeheuerliche Kahlschlag in den letzten Wochen im Göllheimer Wald zwischen Siedlung Füllenweide, Breunigweiler und Göllheimer Häuschen entsetzt viele Menschen, die sich vor Ort ein Bild von der gewaltigen Naturvernichtung gemacht haben.

 

Es wird berichtet von autobahnähnlichen, fast meterdicken Schotter - und Betonstrassen durch den Wald für die Schwertransporter sowie sechs 1/2 Fussballfelder grossen Betonplätzen mitten im Wald als Standortefür die Windräder.  

Ich habe mich selbst vor Ort überzeugt und war entsetzt, dass die Berichte nicht übertrieben waren.  

Beim Anblick dieses Schlachtfeldes inmitten des idyllischen Naturgebietes hinter der Füllenweide hat mir das Herz geblutet und ich war fassungslos, wie man so etwas zulassen kann.

 

Leider kennt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, was hier im Wald angerichtet wird.  

Ich bin sehr sicher, dass selbst die meisten kommunalen Entscheidungsträger nicht wissen, welche Ausmasse dieses Projekt mitten im Waldgebiet hat.

Nachdem die grossen Energieversorger schon seit Jahren Biogasprojekte ad acta gelegt haben, hat nun auch endlich die  

Fa. Juwi die Unsinnigkeit erkannt und den Rückzug aus dem Göllheimer Biogasprojekt verkündet (zurückgestellt =  

gestrichen !!) * . Umso bedauerlich, dass jetzt nochschnell in einer Hauruck-Aktion bevor die Waldstandorte in Rheinland-Pfalz für Windräder verboten werden, diese unglaubliche Naturvernichtungsaktion gestartet wurde.

 

Sehr schade, dass die Rheinpfalz die Bevölkerung nicht über dieses gravierende Projekt informiert. Denn damit ist ja noch nicht genug. Nur einen Steinwurf entfernt auf dem Bocksrück ist das gleiche Projekt in der Mache. Auch dort hat der gleiche Kahlschlag der Natur begonnen.

 

Ob die Profiterwartungen der Gemeinden dies rechtfertigen, sollte jeder Entscheidungsträgen mit seinem Gewissen ausmachen.  

Wie viele Menschen in der Region habe auch ich hierzu meine subjektive Meinung, die ich selbstverständlich nicht von Ihnen erwarte. Ich erwarte aber schon und sehe es auch als Ihre Aufgabe über die Geschehnisse vor unserer Haustür im Göllheimer Wald zu berichten.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

D i e t e r  B e r tr a m

 

 

* Anmerkung Progoellheims:

Leider ist das 'Bio'gasprojekt noch nicht ganz vom Tisch, ansonsten hätten die politischen Entscheidungsträger sicherlich von einer dritten Einspruchsphase abgesehen. Derzeit läuft die dritte Einspruchsphase gegen diese Anlage, dies allein zeigt, dass die Verantwortlichen das tote Pferd 'Bio'gasanlage weiter ohne jegliche Einsicht weiterreiten...