Eckdaten der geplanten Methangasanlage  

Hinweis: Die hier aufgeführten Eckdaten stammen noch aus dem Jahr 2011.  

In der Zwischenzeit wurde ein neuer Bebauungsplan ("Industriegebiet OST") aufgestellt und die Dimension der NawaRo-"Bio"gasanlage noch erweitert  

(wir berichten), ebenso wurde der Anlieferungsradius der NawaRos (nachwachsende Rohstoffe, hier: einjährige Ackerfrüchte) von einstmals fünf (5) auf nunmehr 15 Kilometer ausgedehnt!

 

        

Anlagenstandort:

Landwirtschaftliches Vorranggebiet  (jetzt:  'Sondergebiet Biogasanlage', Stand 2011; nunmehr als Energiepark bezeichnet, Stand 2012) im Osten  Göllheims,  zwischen Göllheim, Biedesheim, Rüssingen und Lautersheim, an der Landstrasse 450 und der Abzweigung der Kreisstrasse 71 nach Lautersheim    

(ca. 900 m vom Ortsrand Göllheims entfernt).

 

Anlagenart: Gaseinspeisungsanlage

 

Leistung:  ca. 1, 5 MW elektrische Leistung

 

Benötigte Anbaufläche: 650 - 800 Hektar (variert je nach Biomasse) - nach Bebaungsplanänderung mehr als 1000 Hektar! (nach "Umwandlung" zum Energiepark sind 1000 Hektar sprich 10 Quadratkilometer veranschlagt, aktueller Stand 2012) 

 

Benötigte jährliche Substratgesamtmenge incl. Wasser: ca. 40.000 Tonnen  

 

Zusammensetzung benötigtes Substrat zur Beschickung:  

 

  •   Maissilage                 (ca.42,5 %  = ca.17.000 t/a*) (Stand 2011)
  • (jetzt maximaler Maisanteil von 60%  vorgesehen, aktueller Stand)
  •   Grünplanzensilage  (ca. 20 %     = ca.  9.000 t/a)
  •   Hirse und Luzerne   (ca.22,5%    = ca.  8.000 t/a)
  •   Gülle                           (ca.12,5%    = ca.  5.000 t/a)
  •   Oberflächenwasser (ca.  2,5%    = ca.  1.000 t/a)  ( * Tonnen pro Jahr)

Anfallender Gärrest: 24.000 Tonnen pro Jahr zum Ausbringen auf die Felder 

 

Anzahl notwendiger Transporte pro Jahr: ca. 4000  (nun wesentlich mehr Fahrten, nachdem die Bauausmaße der Agomethangasanlage wesentlich vergrößert wurden) 

 

Funktionsweise Überblick:

 

Energiemais und andere Grünpflanzen werden nach der Ernte zerkleinert, gepresst und in sog. Fahrsilos auf dem Gelände der Methangasanlage gelagert. 

Dort  werden sie unter Luftabschluss vorgegärt, wobei u.a. Milchsäure entsteht.

 Diese sogenannte 'Silage'  wird in diesem Fall sechs Tanks (höhe ca.10m,                  Ø ca.14m) sog. Fermentern vergoren und Rohmethan gewonnen, welches in einem sog. Gaswäscher mit Wasser von Schwermetallen, Schwefelgas, Kohlenmonoxid gereinigt und in einer Gaseinspeisestation zu ca. 97% Methangasgehalt aufkonzentriert wird, um dann in eine Hochdruckgasleitung des Netzbetreibers Creos eingepeist  zu werden.

Der Eigenenergiebedarf  wird von einem BHKW (Blockheizkraftwerk)  mit ca. 250 kw Leistung gedeckt, ebenso der Wärmebedarf  z. B. für die Fermenter

Die anfallenden Gärreste werden gesammelt und wieder auf die Anbaufläche aufgebracht.

Die entstehenden Abwässer werden voraussichtlich in die öffentliche Kanalisation geleitet. 

 

 

    

 

 

Bild: Methangaseinspeiseanlage