Hier finden Sie Leserbriefe, welche direkt oder indirekt mit dem Thema "Bio"gasanlage zusammenhängen in chronologischer Reihenfolge - nach unten scrollen -  

  „VG pfeift auf die Expertenmeinung“  

 

In einer kleinen Serie stellen wir derzeit die wichtigsten Argumente der Gegner der Biogasanlage in Göllheim vor – und die Antworten der Verwaltung. Dazu hat dieser Leser ein paar Anmerkungen:

 

„Gut, dass es unsere Tageszeitung, die RHEINPFALZ gibt.  

Erkennt sie doch, welch ungeheure Koryphäen die Göllheimer Verwaltung beherbergt.  

Da ist Kompetenz angesagt, wenn die Verwaltung sich fähig sieht, bei 1800 Einsprüchen die Ablehnung zu empfehlen.  

Kompetenz, wenn der Pollichia, die sich seit mehr als 100 Jahren für unsere Umwelt einsetzt, Irrtum nachgewiesen wird.  

Kompetenz, wenn es nicht interessiert, dass unter anderem der Nobelpreisträger Hartmut Michel, früherer Leiter des Wuppertaler Instituts für Umwelt, Klima und Energie, sich gegen den „Bio-Wahnsinn“ ausspricht.  

Nein, gerade Göllheim muss mithelfen beim Export von Strom statt beim Sparen. Warum auch nicht.  

Kompetenz zeigt sich auch durch das Nicht-zur-Kenntnis-Nehmen des Fazits der nationalen Akademie der Wissenschaften:  

 

,Die Bioenergie kann als nachhaltige Energiequelle für Deutschland heute und in Zukunft keinen quantitativ wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten’.  

 

Ja, die Göllheimer Verwaltung zeigt Flagge. Unterzieht sie sich doch der Verpflichtung, den bundespolitisch noch geförderten  

Bau einer Biogasanlage anzunehmen. Wie damals die Gemeinde Kalkar mit dem bundespolitisch geförderten Schnellen Brüter, der nie ans Netz gehen wird.  

Durch die Biogasanlage und ihre Beschickung werden in großem Umfang negative Folgen für die bäuerliche Welt, für Ökologie, Landschaft und Lebensqualität der Menschen im Großraum Göllheim geschaffen, und dies nachhaltig (!), nicht für fünf Jahre, sondern für mindestens eine Generation. Gemeinden sind schlicht überfordert beider Erteilung einer Erlaubnis zum Bau einer solchen Gasfabrik.  

Es wäre ehrlich,dem Miteinander dienlich gewesen, wenn klipp und klar gesagt worden wäre:  

,Wir wollen die Biogasanlage. Zu ihren nachhaltigen Problemen stehen wir. Auf die Meinung und Erkenntnisse von Experten und Menschen, denen unsere Heimat lieb und teuer ist, pfeifen wir!’  

 

Knut Deutschle, Rockenhausen


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.108
Datum: Samstag, den 11. Mai 2013
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_10918144'
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Lebensmittel-Ethik  - „Nahrung braucht neuen Stellenwert“  

 

Zum Thema Konkurrenz zwischen Nahrungsmitteln und Energiepflanzen schreibt uns dieser Leser:

 

„Immer wieder wurde in jüngster Vergangenheit auf die immense Menge an Lebensmitteln hingewiesen, die in unserer Gesellschaft weggeworfen wird, wenn es um die moralische Rechtfertigung des Verbrauchs von Ackerboden für die Erzeugung von Energie ging.  

 

Aber welcher Zusammenhang besteht denn wirklich zwischen den verschwendeten Lebensmitteln und der stetig wachsenden Anbaufläche für Energiepflanzen?  

 

Wenn aufgrund des Anbaus von Energiepflanzen weniger Nahrungsmittel produziert werden, so wird kaum jemand so naiv sein zu glauben, dass die weniger produzierten Lebensmittel genau jene sind, die weggeworfen wurden. Und tatsächlich, wenn man sich die Entwicklung der letzten zehn Jahre, also des Zeitraumes, in dem sich der Anbau von Energiepflanzen hauptsächlich etabliert hat, genauer anschaut, so stellt man fest, dass sich die Menge der weggeworfenen Lebensmittel hierbei in keiner Weise verringert hat.  
Nicht zu übersehen ist hingegen die internationale Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln, auf die sich die Ausweitung des Anbaus von Energiepflanzen auswirkt. Der Preisindex, der von der Welternährungsorganisation FAO für die wichtigsten Grundnahrungsmittel erstellt wird, veranschaulicht den rasanten Preisanstieg, dem die Nahrungsmittel weltweit in den letzten Jahren unterlagen.
Während diese Entwicklung für die Menschen in den Industrieländern in der Regel kein ernstes Problem darstellt, lässt sie für die Menschen in ärmeren Ländern den Brotkorb höher hängen, für einige so hoch, dass nicht mehr dranzukommen ist. Damit die Lebensmittelverschwendung in unserer Gesellschaft ein Ende nehmen kann, ist es unumgänglich, dass die Nahrungsmittel im Bewusstsein der Menschen wieder einen anderen Stellenwert erhalten. Um dieszu erreichen, gibt es viele Stellen, wo angesetzt werden muss, nicht zuletzt spielt dabei aber auch die Qualität unserer Nahrungsmittel eine große Rolle.

Das fängt bei den Nutztieren an und erstreckt sich auf den Umgang mit unserer Natur und den Ressourcen.  

Jeder hat sie schon gesehen, die Bilder gequälter Kreaturen, die der uneingeschränkten Ausrichtung nach Maximalprofit zum Opfer fallen. Ein Lebensmittelskandal jagt den anderen. Eine andere Wertschätzung der Nahrungsmittel kann sich nur dann einstellen, wenn es wieder gelingt, durch im Umgang mit unserer Natur respekt- und würdevolle Betriebsweisen gesunde und unbelastete Nahrungsmittel zu erzeugen.  
Wenn die Nahrungsmittel durch eine Verknappung der Anbauflächen einfach nur verteuert werden, ohne auch die Qualität zu verbessern, rückt eine wirkliche Verbesserung der Umstände wieder ein Stück weiter in die Ferne. Der entgleiste Umgang mit den Nahrungsmitteln in unserer Gesellschaft ist ein dringendes und ernstes Thema, um den Anbau von Energiepflanzen zu rechtfertigen taugt er jedoch nicht.“


Klaus-Thomas Mayer, Rüssingen  
 

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.108
Datum: Samstag, den 11. Mai 2013
Seite: Nr.14
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„Die Biogasanlage und St. Florian“

 

Schon beim Lesen des Artikels „Positives Zeugnis vom Umweltfachmann“ (in der Ausgabe vom 19. März), der sich mit dem Gutachten von Professor Peter Heck zur geplanten Biogasanlage in Göllheim befasste, sei bei ihm der Wunsch entstanden, „einige Aspekte auch von anderer Seite zu beleuchten“, schreibt dieser Leser.

 

„Hier musste er wieder einmal herhalten, der alte St. Florian.  

Seit ihn der Volksmund mit dem Reim ,Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andre an’ bedachte, ist das immer wieder mal der Fall. Dabei ist ihm das Kernthema dieses Reimes geradezu völlig wesensfremd, diesem aufrichtigen und unbeugsamen Mann, der sich im Jahre 304 schützend vor eine Schar gefangener und gefolterter Menschen stellte und schließlich bereit war, die Treue zu seinem christlichen Glauben mit dem Leben zu bezahlen. Aber auch im Hinblick auf den Inhalt, den  

Herr Heck auf die Haltung der Biogasgegner anwendet, muss sich jeder, der gegen den Bau der Anlage ist, völlig unverstanden fühlen. Die Biogasanlage wird von den Gegnern unter anderem deswegen abgelehnt, weil sie aufgrund ihres nichtigen Wirkungsgrades gar keinen wirksamen Beitrag zur Energiewende leisten* kann. Besonders deutlich wird das, wenn man sich vor Augen hält, dass diese Anlage selbst bei einem Flächenverbrauch von rund  

1000 Hektar nicht mehr Energie erzeugt, als das zwei bis drei Windräder ** tun.

Seit dem Beginn der sich weltweit verstärkenden Nutzung landwirtschaftlicher Flächen zur Energieerzeugung sind die Preise für Grundnahrungsmittel auf dem Weltmarkt drastisch gestiegen. Die Gründe für die Armut in der Welt sind vielfältig, sicher ist jedoch, dass sich mit jedem Hektar Fläche, der für die Erzeugung von Energie verbraucht wird, die Situation zuspitzt. Die Verlierer sind zuallererst die vom Hunger bedrohten Menschen in der dritten Welt.

Im Grunde kann man die Bevölkerung der Welt mit den Passagieren eines großen Schiffes vergleichen. Die Ärmsten sitzen ganz unten, darüber kommen dann die etwas bessergestellten Menschen bis hin zu den Reichsten oben auf Deck. Wenn jetzt durch ein Leck im Schiffsrumpf Wasser eindringt, ertrinken zuerst die untersten Passagiere, die Menschen in den Entwicklungsländern, die sich aufgrund der steigenden Preise ihr täglich Brot nicht mehr leisten können. Steigen die Preise weiter, im übertragenen Sinne der Wasserpegel im Schiffsrumpf, so sind die nächst höher gelegenen Passagiere die Opfer. Mit jedem Millimeter, den das Wasser, sprich die Nahrungsmittelpreise, steigen, sterben weitere Menschen. Wo ist die ethische Grenze?

Seit Kindertagen ist mir ein alter Vers vertraut: ,Der Landmann steht in hohen Ehren, er ist im Staat der erste Mann – doch kann das Volk er nur ernähren, wenn Gottes Segen er gewann.’ Wenn unsere Landwirte diese Inhalte als Leitfaden behalten, wird ihnen auch in der Zukunft die Ehre zugemessen werden, die diesem Berufsstand gebührt.“

Klaus-Thomas Mayer, Rüssingen
 

 

 

Quelle:  
Verlag: DIE RHEINPFALZ  
Publikation: Donnersberger Rundschau  
Ausgabe: Nr.78   
Datum: Donnerstag, den 04. April 2013    
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_9928593'
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Anmerkungen Progoellheims:
* Zu dieser Einschätzung gelangte sogar der wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, welcher die Bundesregierung berät! Hier geht es zur Studie 

** Hier würde bereits ein einziges Windrad ausreichen!  

Zur Verdeutlichnung:  

Die projektierte Göllheimer 2 MW-Agromethangasanlage benötigt rund 1000 Hektar (10 Quadratkilometer) landwirtschaftliche Fläche für den Anbau der Energiepflanzen.

Vergleicht man dies mit einer 2 MW- Windkraftanlage (WKA), dann wird das Dilemma mehr als deutlich: Sie benötigt 0,2 Hektar Fläche. Selbst wenn man großzügigste Abstandsflächen zu Wohnbebauung einbezieht, können Nawaro-Anlagen hier niemals auch nur näherungsweise mithalten!

 

„Neutralität äußerst zweifelhaft“

Zu unserem Bericht „Positives Zeugnis vom Umweltfachmann“, vom 19. März 2013 schreibt eine Leserin aus Göllheim.  

 

„Leider musste ich bereits vor zwei Jahren die Bekanntschaft von dem damals als ,neutral’ eingestuften Sachverständigen Peter Heck vom Umwelt-Campus Birkenfeld bei der Informationsveranstaltung zur "Bio"gasanlage der Gemeinde Göllheim machen. Damals wie heute ist seine angepriesene Neutralität äußerst zweifelhaft, da er in direktem Kontakt mit der Betreiberfirma Juwi bei Forschungsprojekten steht bzw. stand!

Herrn Heck geht es in erster Linie um die Unterstützung der Wirtschaft.* Umwelt und Ökologie bleiben auf der Strecke, ethische Grundsätze im Bezug auf die Vergärung primärer Biomasse (Mais) gibt es für ihn nicht.  

Ich empfinde diese Haltung, gerade von einem so genannten Fachmann, als beängstigend!  

 

Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass sich eine Vielzahl von Negativ-Erkenntnissen in den vergangenen zwei Jahren enorm verdichtet und auch bewahrheitet haben (...) und deshalb auch kaum noch neue NawaRo-Methangasanlagen gebaut werden, ist die Huldigung der Göllheimer NawaRo-Anlage durch Heck und die politischen Verantwortlichen an diesem Projekt unter ökologischen, ethischen sowie energieeffizienten Aspekten nicht zu erklären! Obendrein ist die Flankierung der RHEINPFALZ-Lokalredaktion nach logischen Gesichtspunkten nicht zu verstehen – hier werden einfach Floskeln, die längst ausdiskutiert und von wirklich wissenschaftlich arbeitenden Institutionen, wie der Leopoldina, eindeutig widerlegt sind, abgedruckt und nicht kritisch reflektiert - dabei würde ein Blick der jeweiligen Redakteurin in den überregionalen Teil ihrer Zeitung genügen!  

 

Das Veröffentlichen solcher Allgemeinplätze wird nach meiner Meinung als reinster Lobbyismus wahrgenommen. Solche Veröffentlichungen dienten nach meinem Empfindung lediglich zur psychologischen Absicherung des ,Abwägungsentscheides’ pro NawaRo-Agromethangasanlage durch den Göllheimer Gemeinderat.“  

 

Petra Becker, Göllheim


Quelle:  
Verlag: DIE RHEINPFALZ  
Publikation: Donnersberger Rundschau 
/ Unterhaardter Rundschau  Ausgabe: Nr.72   
Datum: Dienstag, den 26. März 2013 /
Donnerstag, den 04. April 2013     

Seite: Nr.14 / Seite:Nr.18 

"Deep-Link"-Referenznummer: '91_9730092' / "Deep-Link"-Referenznummer: '91_9873746'  

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Anmerkung Progoellheims: Schön, dass es Menschen gibt, welche die Machenschaften im Bezug auf das Göllheimer Agromethangasprojekt ganz ähnlich wie wir sehen.  

Ebenso löblich ist es, dass die Rheinpfalz die kritischen Anmerkungen zu ihrer eigenen Berichterstattung veröffentlichte.

Schlimm erscheint uns jedoch, dass die Argumente der `Abwägungs´begründungen sich zum Teil auf dieses ominöse "Heck-Gutachten" beziehen.  

*JUWI

„Dem Reiz des Geldes verfallen“  

 

Zur Windkraftplanung in der VG Göllheim 

 

„Leider sind die verantwortlichen Kommunalpolitiker Göllheims dem Reiz des Geldes verfallen.  

Dieselben Fehler, die anderen Gemeinden schon Schwierigkeiten bereiten, will man hier unbedingt wiederholen. Ein Windpark muss her! Obwohl in der Bevölkerung die Anlagen immer wieder abgelehnt werden und erst recht bei Touristen keine Zustimmung finden, sollen diese Windmühlen gebaut werden. Man versucht, eine Zustimmung dadurch zuerreichen, indem man versichert, dass nur unbedenkliche Flächen, die sowieso nicht als Ertragsflächen genutzt werden können, ausgewiesen werden. Oft sind es gerade die Flächen, die für den Betrachter interessant sind und als schön empfunden werden. Auch ein Tourist, der in den Donnersbergkreis kommt, misst die Landschaft nicht an der Zahl der Windräder, sondern freut sich über die abwechslungsreiche Landschaft und die Vielfalt der Vegetation. Beim Bau von Windrädern, die überall schon zu hauf stehen und überall gleich die Landschaftverschandeln, würde man der Tourismusförderung zu widerhandeln. Es ist mir unverständlich, dass schon laufend Gelder ausgegeben werden, um den Tourismus im Donnersbergkreis zu fördern, aber man nicht wahrhaben will, dass die Ansiedlung von Windparks dem Gedanken, eine Ferienregion zu schaffen, im Wege stehen. Wir brauchen keine Windräder, da sie zu teuer, zu wartungsintensiv und oft nutzlos sind, da eine Überkapazität von Strom schlecht zu vermarkten ist.  

 

Genauso verhält es sich mit dem geplanten Bau einer Biogasanlage. Hier wird eine umweltfreundliche Energiegewinnung vorgegaukelt, die keine ist.  

Da die Viehhaltung im Kreis konstant oder rückläufig ist, müsste diese Anlage mit Grüngut beschickt werden. Das wiederum würde eine weitere Monokultur durch verstärkten Maisanbau bedingen.
Unverständlich ist, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die durch die Bürgerinitiative ,Durchblick’ den Verantwortlichen bekannt sind, einfach ignoriert werden. Monokulturen, Gasbelästigungen, Landschaftsverschandlung durch Windräder sind schlechte Voraussetzungen für einen erfolgreichenTourismus. Vor Monaten erst wurden mit Fördermitteln im Donnersbergkreis die Geokulturpfade, von denen Göllheim auch einen besitzt, installiert. Diese und andere Touristen-Highlights werden verschmäht, wenn man durch Gestank (Gasanlage), Monotonie der Vegetation und Lärm vergrault wird.
 

 

Ich wünsche mir eine sensiblere, aufgeklärtere, menschenorientierte Verwaltung, die nicht durch Heilsversprechen einer Geschäftsidee nachjagt.“


Manfred Kiefer, Zellertal

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.58
Datum: Samstag, den 09. März 2013
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_8919632'
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 „Bürgerrecht vom Rat entzogen“  (Anmerk. pg: vgl. Göllheim 

 

Zum Gespräch mit dem Ortsbürgermeister von Weitersweiler, Armin Göbel, in der Ausgabe am 5. Februar hat diese Einwohnerin des Ortes ein paar Anmerkungen:

„Das vom Umweltministerium bezuschusste Projekt ,Lernort Streuobstwiese’ wurde allein vom Team der Streuobstwiese, allen voran Altbürgermeister Bernhard Schmitt, ins Leben gerufen. Dem letztendlichen Ratsbeschluss zum Erhalt der Bezuschussung vom Land, bei welchem sich Herr Göbel seiner Stimme in der öffentlichen Sitzung enthielt, ging ein zeitintensiver, detaillierter Antragsprozess voraus. Dieser Antragsprozess wurde von  

Herrn Bernhard Schmitt und Mitgliedern des Streuobstwiesen-Teams akribisch betreut und vorangetrieben.  

Hier ist noch zu bemerken, dass in dieser Konstellation eine Stimmenthaltung einer Neinstimme gleichzustellen ist, da die Stimmenthaltung die Jastimmen, also die Zuschussbewilligung, im Rat mindert. Es ist hervorzuheben, dass das Projekt ,Lernort Streuobstwiese’ in seiner Ausführung allein durch die Tatkraft der privaten Mitglieder umgesetzt wird, um zukünftig Vor- und Grundschülern mitten in der Natur Grundlagen der Biologie zu vermitteln. Dieses Projekt gilt es im Sinne künftiger Generationen zu schützen und zu unterstützen, nicht zu boykottieren.  

Bezüglich der gewiss unüberlegten Äußerung von Herrn Göbel, in der er von Querelen ortsansässiger Biogasanlagen-Gegnern spricht, sei klarzustellen, dass in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates ein formell korrekt gestellter Antrag der Bürgerinitiative ,Pro Göllheim’ zur Bürgerbefragung in Weitersweiler abgelehnt wurde. Hier hatte sich unter anderem auch Herr Göbel der Abstimmung entzogen, wohl aus Befangenheit oder Eigeninteresse?  

Der Gemeinderat hat somit ohne Not seinen wahlberechtigten Männern und Frauen das Bürgerrecht auf öffentliche Meinungsäußerung entzogen, man könnte sagen, die Bürger mundtot gemacht, wenn auch nach Kommunalordnung formell korrekt! Festzustellen sei auch, dass in der derzeitigen Legislaturperiode unter Ortsbürgermeister Göbel vier gewählte Ratsmitglieder auf eigenen Wunsch ihr Mandat niedergelegt haben!“*


Indra Schmitt, Weitersweiler

 

* Anmerk. Progoellheims: Man vergleiche an dieser Stelle Parallelen zur derzeitigen Legislaturperiode unter Dieter Hartmüller in Göllheim 

 

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.37
Datum: Mittwoch, den 13. Februar 2013
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_8260883'
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"Abschreckend für junge Menschen"


Zur Biogasanlage in Göllheim und der Bürgerbefragung schreibt dieser Leser.

„Da wir Waldorfschüler immer gerne als Weltverbesserer bezeichnet werden, ist es mir ein Anliegen, diesem Ruf gerecht zu werden. So engagiere ich mich schon seit längerer Zeit aktiv für unsere Umwelt.  

Politische Entscheidungen und Debatten verfolgen auch Jugendliche durchaus mit Interesse. Ich lebe in Göllheim sehr gerne und habe mich durch vielerlei verlässliche Quellen:  

Medien, Presse und wissenschaftlich fundierte Beiträge, über die Sinnhaftigkeit einer solchen Anlage am Standort Göllheim informiert, so wie viele, viele andere Menschen auch (sieht man ja an der hohen Zahl der Einsprüche). Es ist mir ein Rätsel, warum eine Bürgerbefragung, die ja wohl 408 Göllheimer Bürger beantragt haben, mit dem Argument, dass es zu einem früheren Zeitpunkt durchaus eine sinnvollere Aktion gewesen wäre, dies jetzt aber, aus finanziellen Gründen (ist da jetzt schon so viel Geld geflossen?), nur noch abgelehnt werden kann.  

Komisch finde ich nun wirklich, dass alle Menschen, die im Laufe der Planungszeit, so wie die Wissenschaft (mit ihren neusten Erkenntnissen) allesamt nicht über das ausreichende Wissen und die Intelligenz verfügen, wie sie nur der Gemeinderat Göllheim besitzt und nur er darüber erhaben genug ist zu entscheiden, was für Göllheim und Umwelt gut ist. Dies ist auf alle Fälle ein abschreckendes Beispiel für uns junge Menschen und wird wohl kaum für unser aller Zukunft motivierend wirken, sich umweltpolitisch stärker zu engagieren *, wenn in einer so wichtigen zukunftsorientierenden Entscheidungnur 20 Köpfe das Sagen haben! Das ist einfach nur unsolidarisch!“

 

Christian-Nils Richter, Göllheim

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.39
Datum: Freitag, den 15. Februar 2013
Seite: Nr.12
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_8327812'
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* Anmerkung Progoellheims: Wir hoffen nicht! Und schätzten sehr das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger von Morgen - nur so kann man unseren grünen Planeten schützen und bewahren!   

„Wo bleibt unser Nordpfälzer Stolz?“  

 

(…) „Stoppt den Bio-Wahnsinn’, so die Balkenüberschrift in der Wochenzeitung ,Die Zeit’ vom 26. Juli 2012.  

Und gerade wir, die wir beinahe sonst nichts haben als die über Jahrhunderte von unseren Vorfahren geprägte, wunderschöne Landschaft, gerade wir, bei uns, wo Fauna und Flora noch relativ intakt sind, gerade Göllheim, wo man die Liebe zur Heimat, zur gesunden Tradition, an allen Ecken spürt, gerade wir verschleudern unser wertvollstes Gut für ein paar lumpige Euro.  

Wo bleibt unser nordpfälzischer Stolz, unsere nordpfälzische Würde? Stoppt den Bio-Wahnsinn in der Nordpfalz!  

Denn da sind wir zu Hause!“  

 

Knut Deutschle, Rockenhausen

 

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.286
Datum: Samstag, den 08. Dezember 2012
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_6275640'
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„Verzerrte Darstellung“  

 

Zum Artikel „Gemeinde spricht sich gegen Bürgerbefragung aus“ in der Ausgabe vom 27. Oktober (Einwohner hatten beantragt, die Bürger Weitersweilers förmlich über die in Göllheim geplante Biogasanlage abstimmen zu lassen) melden sich diese beiden Bürger:

 

„Dass die Presse sich anmaßt, mit einer verzerrten Tatsachendarstellungen und fragwürdigen persönlichen Wertungen Sinn und Zweck demokratischer Bürgerrechte infrage zu stellen, sollte jedem zu denken geben.  

Einen Antrag auf amtliche Einwohnerbefragung, der mit deutlich mehr als fünf Prozent der notwendigen Stimmen vorgelegt wurde, namentlich auf die persönliche Ebene herunterzubrechen und den Bürgerinnen- und Bürgern von Weitersweiler vom Start weg Desinteresse und Teilnahmslosigkeit an wichtigen lokalpolitischen Themen zu unterstellen, grenzt an Arroganz, wenn nicht sogar an Vermessenheit.  

 

Dass sich die betreffenden Gemeinderatsmitglieder der Tragweite ihrer Entscheidung nicht bewusst waren, zeigt das Abstimmungsergebnis, und man kann nur beschämt das Haupt senken vor so viel Ignoranz.  


Offensichtlich kann oder will man nicht sehen, dass die beantragte Einwohnerbefragung – auch wenn sie von den Gegnern der Biogasanlage angestrengt wurde – nichts anderes bewirkt hätte, als dass alle Bürgerinnen und Bürger von Weitersweiler ein Votum für oder auch gegen die Biogasanlage hätten abgeben können!
 

Hat man das nicht verstanden oder nicht verstehen wollen?  


Man muss sich die Frage gefallen lassen, was hat ein Gemeinderat davon, eine öffentliche Meinungsbildung in seiner Gemeinde zu blockieren?
 

Eine demokratische Mehrheitsentscheidung dürfte bei vier Gegenstimmen gegenüber 65 Antragstellern mitnichten gegeben sein!  

Hat man hier ganz beiläufig übersehen, dass man die Bürgerinnen und Bürger nicht bei jeder Gelegenheit zu ehrenamtlichem Engagement aufrufen, sie aber bei der erstbesten Gelegenheit der Stimme berauben kann?  
In der Gemeinde Lautersheim ist man sich im Gemeinderat der notwendigen Bürgernähe offensichtlich bewusst!“


Stephan Schmitt, Uta Günther, Weitersweiler
 

 
„Unterstellungen und Polemik“
 

 

Kritische Anmerkungen zum Kommentar „Mehrheit hat gesiegt“ in der Ausgabe vom  

27. Oktober, der sich mit der oben beschriebenen Ratssitzungbefasste, haben diese drei Leser.  

 

„Der Bericht von Herrn Schifferstein enthält unrichtige Angaben und Unterstellungen, die einer Richtigstellung bedürfen.  

Als Bevollmächtigte der Unterzeichner des Einwohnerantrags nehmen wir wie folgt Stellung:

 

1. Welche Bedeutung der Gesetzgeber einer Einwohnerbefragung beimisst,lässt sich daran erkennen, dass er für die Antragstellung lediglich eine Quote von fünf Prozent der Einwohner festsetzt. Dies sind in Weitersweiler 25 Personen. Mit 64 Unterschriften ist die Mindestzahlweit überschritten (wir hätten auch weitaus mehr Zustimmungerhalten können).  

 

2. Wieso Herr Schifferstein die Entscheidung des Gemeinderates gegen die Einwohnerbefragung als vernünftig bezeichnet, ist vor diesem Hintergrund unverständlich.


3. Es geht hier nicht um die Frage, Mehrheiten zu akzeptieren (das können wir als gute Demokraten), sondern um die Tatsache, dass die Mehrheit der gewählten Vertreter unserer Gemeinde den Antrag von etwa einem Fünftel der Wahlberechtigten (nicht der Einwohner!) ignoriert.  
Die Frage von Ratsmitglied Indra Schmitt an Ortsbürgermeister Göbel nach dem Grund seines Sonderinteresses bzw. an Ratsmitglied Hofmann, ob er als Landwirt auch Sonderinteresse hätte, ist zunächst einmalganz legitim. Wenn die Befragten darauf nicht antworten wollen oder müssen, hat sich die Sache erledigt. So einfach ist das! Wieso regt sich Herr Schifferstein darüber so maßlos auf?  
Kritische Fragen zu stellen, sich aus unabhängigen seriösen Quellen sachkundig zu machen und sich nicht auf parteiische Sachverständige zu verlassen, gehört zu den Aufgaben von mündigen Bürgern, die ein demokratisches Staatswesen mitgestalten wollen. Die Arbeit einer unabhängigen Presse sollte sich auch an diesen Grundsätzen orientieren.
 


Leider lässt Herr Schifferstein dies in seiner polemischen Berichterstattung vermissen. Er vertritt damit einseitig die Position der Mehrheit der Göllheimer Kommunalpolitiker und der Investoren. Zudem präjudiziert er, dass der Mehrheit der Weitersweilerer Bevölkerung , das Ganze ziemlich egal’ sei.  
Eine fundierte eigene Meinung gründet sich auf Sachargumente und hat wenig damit zu tun, ,sich selbst moralisch auf der richtigen Seite zu wähnen’, wie Herr Schifferstein Frau Schmitt unterstellt.“


Bernhard Schmitt, Uli Lamp, Dr. Hilarius Schmitt, Weitersweiler


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.261
Datum:Freitag, den 09. November 2012
Seite:Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_5559944'
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 „Energie aus Biogas - nein danke!”

 
„Nachdem sich der Gemeinderat von Göllheim für die Änderung des Flächennutzungsplanes ausgesprochen hat, um dem Bau der Biogasanlage den Weg zu ebnen, stellt sich für mich die Frage: Sind sich die Gemeinderäte der Verantwortung über die Tragweite des Beschlusses bewusst? Nur ein Mitglied des Rates hat bei dem Juwi-Vertreter über die Klimaschädlichkeit der Anlage nachgefragt, eine ernsthafte Diskussion und Meinungsaustausch hat aber nicht stattgefunden. In dem langen Zeitraum seit 2011 wäre es möglich gewesen, sich umfassend und nicht nur einseitig über Für und Wider einer solchen Anlage zu informieren, um dies vor der Abstimmung mit einbringen zu können. Der Bürger hätte erkannt, dass sich der Rat nicht leicht macht und die Ängste der Bürger durchaus ernstgenommen werden. Diese Chance wurde vertan!

Viele Bürger aus den umliegenden Gemeinden wissen noch nichts über die Verdreifachung des Radius (vorher fünf Kilometer) für die Anpflanzung von Mais und dass sie von der Entscheidung mit betroffen sind.
 


Biogas ist erwiesenermaßen klimaschädlich, wie ein Artikel aus der Zeit (vom18. Juni 2011 „Alternative Biostrom - Nein danke!”) und dem wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Landwirtschaft nachhaltig belegen. Wenn jetzt wieder Bürger auf die Straße gehen und sich formieren, dann doch nur, weil die Anlage schöngeredet wird, wissenschaftliche Erkenntnisse außer Acht gelassen werden und das Stimmungsbild in der Gemeinde sich in den Entscheidungen nicht widerspiegelt.
 

Wir wollen unsere Landschaft nicht zur Industrieanlage umfunktionieren lassen, in der die Industrie und einige Wenige nur durch Subventionsabschöpfung verdienen und der Steuerzahler und Bürger auch noch fü rdie entstehenden Schäden geradestehen soll.  

Wir finanzieren schon jetzt die regenerative Energieerzeugung. Die „Vermaisung” der Landschaft bewirkt, dass das Ackerland zu zwei Dritteln der Zeit brachliegt und der Bodenerosion Tür und Tor geöffnet sind. Monokultur ist lebensfeindlich. Müssen wir uns an kahle Äcker gewöhnen? 


Biogas bedeutet industrielle Umgestaltung des ländlichen Lebensraumes, Zerstörung der Artenvielfalt und Verschlammung der Gewässer durch Bodenerosion, Gefährdung des Grundwassers durch Überdüngung und Pestizide. Wir müssen, das sind wir besonders unseren Kindern und den nachfolgenden Generationen schuldig, unsere Landwirtschaft so erhalten, dass sie zuerst der Erzeugung von Nahrungsmitteln dient, dann der von Tierfutter und Rohstoffen und erst zum Schluss der Energiegewinnung aus Reststoffen und Bioabfällen.

Selbst die Verbrennung von Erdgas ist klimafreundlicher als die von Biogas! Windkraft undSonnenenergie haben nachweislich die besseren Ökobilanzen. Ein Windrad kann eine Biogasanlage ersetzen.  

Wir wollen regenerative Energien, aber nicht um jeden Preis!”


Jürgen Haas, Rüssingen

  

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Donnersberger Rundschau
Ausgabe: Nr.164
Datum: Dienstag, den 17. Juli 2012
Seite: Nr.14
"Deep-Link"-Referenznummer: '9193146'
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"Desinteresse wird ausgenutzt!"

Ich finde es entsetzlich feststellen zu müssen, dass vielen Bürgern überhaupt nicht bewusst ist, was diese geplante Biogasanlage für uns alle bedeutet.  

Es geht hier nicht nur um Geruchs- und Lärmbelästigung und um drohende Verkehrsprobleme. Nein!

 

Es geht um viel mehr:  

 

- Verknappung unserer Ernährungsgrundlage und Verschärfung des Welthungerproblems: Deutschland hatte bereits ohne Biogas nur eine Ernährungsgrundlage von 86 Prozent.

Der Anteil an Import-Futtermittel für Milch, Eier und Fleisch liegt bei zirka 40 Prozent (allein in Hessen gibt es bereits 200.000 Hektar Energiepflanzen);  

 

- Verschärfung des sozialen Klimas in der Landwirtschaft durch einen rigorosen Kampf um die Flächen;

 

- Nachhaltige Zerstörung der Bodenfruchtbarkeit durch Humusabbau. Maisanbau: Mais ist ein so genannter Starkzehrer, gefördert durch die Düngung mit Gärresten, denen ja durch die Methangewinnung der Kohlenstoff entzogen ist. Kohlenstoff ist aber ein zentraler Stoff beim Humusaufbau

(Folge: Verhärtung der Ackerböden. Der Energieaufwand für die Bearbeitung steigt);  

 

- Wasseraufnahmefähigkeit sinkt, Aufwand an Mineraldünger steigt, Verschärfung der Erosion!

 

Da ich Mitglied einer Selbstversorgergemeinschaft (biologisch-dynamische Landwirtschaft) in unserer Verbandsgemeinde bin, über die ich für meine Familie alle Grundnahrungsmittel aus erster Hand erhalte und bei der ich sehr gerne mitarbeite, bin ich sehr viel mit der Nachhaltigkeit unseres Tuns beschäftigt.

Daher ist es mir ein großes Anliegen, meinen Mitmenschen mitzuteilen, sich doch bitte genauer über die Auswirkungen dieser Biogasanlage zu informieren.

 

Es gibt sicherlich noch viele negative Punkte mehr, als die, die ich aufgezählt habe.

Alle diejenigen, die gegen die Biogasanlage Einspruch erheben, sind ganz sicher nicht gegen einen Atomkraftausstieg. Ich denke aber auch, dass wir alle in der Pflicht sind, viele bequeme Lebensgewohnheiten zu überdenken.

 

Unwissenheit und Desinteresse wird leider von politischer Seite ausgenutzt, so auch hier in Göllheim gerade wieder.

 

Susanne Richter, Göllheim


Quelle:

Verlag: DIE RHEINPFALZ

Publikation: Unterhaardter Rundschau

Ausgabe: Nr.148

Datum:Donnerstag, den 28. Juni 2012

Seite:Nr.19

"Deep-Link"-Referenznummer: '9129148'

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Leserbrief v. Herrn Dieter Schott, veröffentlicht am: 28.05.2011,  

Donnersberger Rundschau, s. Quellenangabe:

 

Biogasanlage: „Plädoyer für Sachlichkeit verhallt”
Zur Diskussion um eine Biogasanlage in Göllheim und zum
 

„Donnersberger Echo” von Anja Hartmetz zu diesem Thema  

in der Ausgabe vom 14. Mai.


„Mit Interesse habe ich die von Ihnen seit dem 4. Mai geführten Interviews mit Betreibern (Fa. Juwi), Gegnern (Pro-Göllheim) und Befürwortern der geplanten Biogasanlage in Göllheim verfolgt und mit Entsetzen Ihren Beitrag zum ,Donnersberger Echo' in der Samstagsausgabe vom 14. Mai gelesen.
 

Mit Ihrem Beitrag im ,Donnersberger Echo' verlassen Sie eindeutig den guten und unabhängigen Journalismus.  

Das Plädoyer für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Biogasanlage (s. Interview mit Befürwortern der Anlage vom 12. Mai, ,Keine sachliche Auseinandersetzung mehr') ist in Ihrem ,Echo' verhallt.


Die Interviews mit den Betreibern als auch mit den Gegnern der Anlage waren bemüht, persönliche Angriffe, Qualifizierungen und Unterstellungen zu unterlassen, was in den Beiträgen der Befürworter keinesfalls zu spüren war. Hier wurde mit Frage- und Ausrufezeichen,gut gemeinten Ratschlägen (,Hausaufgaben machen') und Unterstellungen (,Bürgermeister zu Fall bringen') Stimmung gemacht. Das hat mit sachlicher Information nichts zu tun.
 

 

In Ihrem ,Donnersberger Echo' treiben Sie selbst es auf die Spitze. Die inhaltliche Auseinandersetzung wird voll und ganz auf die persönliche Ebene gezogen. Mit spürbarer Schadenfreude maßen Sie sich an, von vornherein gewusst zu haben, dass es sich bei dem Widerstand einiger Bürger Göllheims um einen Machtkampf handelt. Als ob es hier um die Demontage unseres Bürgermeisters ginge!  

Es geht um das Recht, politisches Geschehen in der Gemeinde mitzugestalten und seine eigene Meinung zu bilden und zu äußern.
Ich lasse mir von Ihnen nicht das Recht nehmen, mir hierzu meine Informationen unter anderem aus dem Internet zu holen.
 

 

Dasselbe wünsche ich mir auch von allen an dieser Diskussion Beteiligten.
Eine Annäherung zwischen den politischen Kräften im Rat und auch den kritischen Bürgern scheint nicht mehr wahrscheinlich. Im Sinne nachhaltiger politischer und wirtschaftlicher Lösungen wäre ein Einhalten dringend geboten!”

 

Dieter Schott, Göllheim  

 

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ  ,Publikation:Donnersberger Rundschau
Ausgabe:Nr.124, Datum:Samstag, den 28. Mai 2011, Seite:Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer:'7730096' Präsentiert durch: DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper

 

 

 

 

Thema: Demokratie  

 

Zum Bericht vom 12. Mai über die Sitzung des Biedesheimer Gemeinderats:

 

Zu ihrem Bericht wäre zu dem Tagesordnungspunkt „Bau der Biogasanlage Göllheim” noch zu erwähnen, dass ein Teil der Ratsmitglieder gegen den Bau der Anlage und die damit zu erwartenden negativen Einflüssen für die Gemeinde stimmen wollten, jedoch mit der Aussage des Bürgermeisters, „wenn wir dagegen stimmen, ist der Beschluss ungültig ...” zu einer Zustimmung veranlasst wurden - mit der Auflage, dass die im Bericht der Firma juwi genannten, nicht unerheblichen negativen Einflüsse akzeptiert, jedoch nicht überschritten werden. - So viel zum Thema Demokratie.  

 

Markus Salzmann, Lautersheim

 

Quelle: Rheinpfalz Unterhaardter Ausgabe, 19.05.2011

 

 

 

 Zu den Planungen für eine Biogasanlage bei Göllheim meldet sich dieser Leser zu Wort:  

 

„In Deutschland schießen Biogasanlagen nur so aus dem Boden, nun hat dieses Phänomen auch den Donnersbergkreis erreicht. In Göllheim wurde hierüber bereits ein Grundsatzbeschluss gefällt, wiederum ohne ein weiteres Mal externe unabhängige Gutachter zu einer solch weittragenden Entscheidung hinzuzuziehen. Bei Göllheim soll nämlich eine Biogasanlage entstehen, welche weit größere Dimensionen einnehmen soll, als die bereits seit drei Jahren existierende Biogasanlage in Bischheim.Man sollte jedoch nicht nur die Chance einiger Weniger, welche mit dem Betrieb einer solchen Anlage einhergehen, herausheben, sondern auch kritisch hinterfragen, was wirklich hinter diesem Boom steckt, welcher tiefere Sinn sich hinter solchen Anlagen verbirgt und ob dieser Boom wirklich zukunftsweisend für uns ist.

Der Gedanke dieser regenerativen Energiegewinnung ist im Ansatz sicherlich nicht schlecht und hat gerade bei der Speiseresteverwertung, gerade im Einzugsgebiet großer Städte, durchaus seine Berechtigung.

 

Den wirklichen Nutzen haben jedoch in Wirklichkeit nur wenige, nämlich die Investoren, welche an der Abschöpfung von Subventionen mit dem Ziel der Füllung der eigenen Geldbörse interessiert sind. Der Öffentlichkeit wird diese Biogastechnik meist als ökologisch äußerst sinnvoll verkauft. Der Verbraucher zahlt jedoch in der Realität doppelt für den ungebremsten Biogasboom: über die Umlage beim Strompreis und zudem durch steigende Lebensmittelpreise.

Ebenso muss sich der Bürger über eine weitere Verkehrsbelastung, welches zwangsläufig durch Anlieferungsverkehr von nachwachsenden Rohstoffen ergibt, einstellen.Beleuchtet man eine Biogasanlage gerade im ländlichen Raum, wie sie in der Gemarkung Göllheim entstehen soll, etwas näher, so kommt man recht schnell zu der Einsicht, dass man auf eine solche Anlage gut verzichten kann beziehungsweise muss.  

Denn wer sich intensiv mit dieser Thematik wissenschaftlich befasst, nachrechnet und objektiv bewertet, gelangt recht schnell zu der Einsicht, das eine solche Anlage nur gewinnbringend aufgrund der Subventionen ist.

Doch wie sieht es mit der Umweltverträglichkeit aus? Hier ist eindeutig auch unsere Umwelt als Verlierer zu nennen, denn wenn Biogasanlagen nämlich hauptsachlich mit nachwachsenden Rohstoffen wie Mais betrieben werden, so haben jüngste Untersuchungen des Umweltministeriums in Baden Württemberg gezeigt, dass dies sogar schlecht für unsere Umwelt ist, da beim Anbau von Mais und dessen Lagerung sehr viel Lachgas entsteht, welches wiederum schlecht für die CO2 Bilanz und unser Klima ist. Leider hat unsere Bundespolitik eine solche Überförderung zugelassen und war sich über die Folgen und Spätfolgen, welche uns diese Maßnahme sicherlich bescheren wird, nicht bewusst.Aus diesem Grunde sollte man gerade auf kommunaler Ebene mit Weitsicht für unsere Zukunft handeln und einen solchen Bau grundlegend überdenken.

 

Daniel Koch, Göllheim

 

Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Donnersberger Rundschau

Ausgabe: Nr.54 Datum: Samstag, den 05. März 2011Seite: Nr.14

"Deep-Link"-Referenznummer: '7384705'

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