Bürgerinitiativen, die für eine nachhaltige Energiewende eintreten, verstärken ihre Zusammenarbeit!

 

Die BI Windkraftfreier Bocksrück e.V. Gonbach, Alsensbrück, Langmeil und die BI Durchblick Göllheim e.V. „Energiewende, aber richtig!“, haben am 31.07.2013 in Gonbach eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart.

Ziel der beiden BI´s ist es, die Kulturlandschaft und den Naturraum vor dem Donnersberg zu schützen und die Windkraftanlagen auf den Bocksrück, im Göllheimer Wald und die NawaRo ' 'Bio'gasanlage Göllheim zu verhindern.

Gemeinsam wollen sie, mit ihren über 320 Mitgliedern die Bevölkerung noch stärker über die natur- und landschaftszerstörenden  Projekte informieren,  Expertenwissen bündeln um auch Lösungswege aufzuzeigen.

 

 

Die grundsätzlich richtige Entscheidung, dieEnergieversorgung langfristig auf erneuerbare Energien umzustellen, wirdinzwischen durch ein völlig widersinniges Erneuerbare-Energien-Gesetz infragegestellt, so dass sich aktuell hierzu bedeutende gesellschaftliche Gruppen zuWort melden.

 Als „Regulierung ohneHand und Fuß“, bezeichnet  Andreas Mundt,Präsident des Bundeskartellamtes die Ökostromerzeugung, die mit Wettbewerb nichtszu tun hat. Der Zubau der Erneuerbaren müsse vom Tempo im Gleichklang an dieNetze, Speicher und anderen Komponenten angepasst erfolgen. (HandelsblattNr.141,  25.07.2013) BreiteBevölkerungsschichten würden davon mehrfach belastet. Besonders untereEinkommen und Rentner!

 

Windräder gehören nicht in waldgebiete, es gibt genügend windgünstige Offland-Standorte. Bei Nawaro-'Bio'gasanlagen beispielsweise ist nicht einmal die propagierte Nachhaltigkeit gegeben.  

Hiermit wird Geld der Bürger verbrannt, das zum langfristigen Nutzen unseres Wirtschaftsstandortes viel besser im Bildungsbereich investiert werden müsste.  

Die Aussage, mit dem Bau von 'Bio'gasanlagen würden die ortsansässigen Landwirte in ihrer Entwicklung unterstützt, ist vom Markt längst widerlegt.

 

Deshalb wird es zunehmend wichtiger, die Energiewende mit Augenmaß und Umsicht umzusetzen. Dies erfordert eine qualifiziert gesteuerte Planung durch regionale Planungsgemeinschaften und nicht mehr wie bisherisoliert auf kommunaler Ebene. Zu einer Gesamtstrategie gehören unabdingbar auch der erforderliche Netzausbau und die Entwicklung von Speichermöglichkeiten.

 

In 2012 haben die Ökostromerzeuger  20 Milliarden Euro eingenommen. An der Strombörse wurden dafür aber nur 2,9 Milliarden Euro erzielt. Die Differenz von gut 17 Milliarden zahlen die Stromverbraucher per Umlage nach dem EEG (Handelsblatt Nr.138,22.07.2013).

Deutsche Wirtschaftsführer betrachten die Energiepolitik mit wachsender Sorge. Die hohen Strompreise in Deutschland gefährden Arbeitsplätzeund verlagern Investitionen der Konzerne ins Ausland.

 

Trotzdem beharren unsere Kommunalpolitiker unbeirrt auf ihren Plänen, weil sie nur die kurzfristigen finanziellen Vorteile sehen, dieoft ausschließlich durch die von der Allgemeinheit bezahlte Subventionierung zustande kommen.

Die negativen Langzeitfolgen werden dabei völlig ausgeblendet. 

Sie sollten sich nicht damit herausreden, dass Landes- und Bundespolitik das so wollen. Entscheidend ist das Wohl der Bevölkerung vor Ort.

 

Um die Bevölkerung über die aktuelle Entwicklung einer fehlgesteuerten Energiewende zu informieren, wird am  

1. September in Lautersheim, nachmittags in der Gemeindehalle eine gemeinsame Veranstaltung der beiden BI´s stattfinden.

 

Hierzu werden die Bürgerinnen und Bürger der Region und die Kommunalpolitiker eingeladen.

 

                                                                 

Für die Bürgerinitiative Windkraftfreier Bocksrück
Ralf Grusa und Rüdiger Sünder, Gonbach/Langmeil   

 

Für die Bürgerinitiative Durchblick– Energiewende – aber richtig!  Ralf Klawitter Göllheim