Stellungnahme der Kaiserslauterer Grünen Kreisvorsitzenden  

Frau Dr. Freia Jung–Klein zur Diskussion über die geplante 'Bio'gasanlage in Göllheim v. 5.7.2011 

 

Energiewende mit nachhaltiger, dezentraler Energieversorgung ist 1. Wahl

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

zwar respektiere ich die Befürworter der geplanten Methaneinspeisungsanlage, jedoch sind sowohl Wirtschaft als auch Politik aufgefordert, der Bevökerung nachhaltige Konzepte zur Energiewende zu unterbreiten.

Zahlreiche Forschungsergebnisse belegen, dass die Gesamtbilanz der geplanten Anlage – insbesondere unter Verwendung nachwachsender Rohstoffe weitaus schlechter ist, als allgemein angenommen wird. Selbst JUWI wird Ihnen bestätigen, dass die Konzentration auf NaWaRo sinnlos ist.

 

Auf unserem Informationsabend zum Thema Biogas am 22.06.2011 in Eulenbis, sowie am 27. Juni in Hütschenhausen, konnte mehrheitlich Konsens gefunden werden, dass zu große Biogasanlagen zu unerwünschten Fehlentwicklungen führen.

 

Überdimensionierte Anlagen, wie die im Ramsteiner Industriezentrum Westrich (IZW) geplante 1,7 MW große Biogasanlage, haben eine ungünstige Ökobilanz und deren Eingliederung in unsere klein strukturierte Landschaft mit Grenzertragsböden ist so nicht sinnvoll.

 

Von ähnlichen Anlagen aus benachbarten Ländern sehen wir langfristig nachteilige Auswirkungen auf das Landschaftsbild, auf den Naturschutz, ebenso auf Trinkwasser- und Klimaschutz.

 

Die Zufuhr von über 32. 000 t Nachwachsenden Rohstoffen plus 5000 Tonnen Gülle pro Jahr konzentriert starken Verkehr um die Anlage und vermindern dadurch erheblich die Lebensqualität der Anwohner.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr.Freia Jung-Klein